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Übersetzungsstrategien für den deutschen Referatkonjunktiv in Kehlmanns "Die Vermessung der Welt"

Ek, Britt-Marie LU and Nystrand, Mikael LU (2019) In Moderna Språk 113(1). p.80-106
Abstract
Das Deutsche unterscheidet sich vom Schwedischen dadurch, dass das morphologische Mittel des Konjunktivs dem Sprecher zur Markierung der Redewiedergabe zur Verfügung steht. Bei der so genannten berichteten Rede ist im Deutschen der Konjunktiv grundsätzlich obligatorisch. Hier wird morphologisch signalisiert, dass es sich in der gegebenen Textpassage um Redewiedergabe handelt – eine Möglichkeit, die im Schwedischen also nicht besteht. Im Schwedischen kann eine Redewiedergabe z.B. durch lexikalische Mittel wie redeindizierende Verben oder durch Präpositionalphrasen sowie durch die sog. Tempustransposition angezeigt werden. Jedoch sind auch viele andere sprachliche Mittel zur Signalisierung von Redewiedergabe vorhanden.

In dem hier... (More)
Das Deutsche unterscheidet sich vom Schwedischen dadurch, dass das morphologische Mittel des Konjunktivs dem Sprecher zur Markierung der Redewiedergabe zur Verfügung steht. Bei der so genannten berichteten Rede ist im Deutschen der Konjunktiv grundsätzlich obligatorisch. Hier wird morphologisch signalisiert, dass es sich in der gegebenen Textpassage um Redewiedergabe handelt – eine Möglichkeit, die im Schwedischen also nicht besteht. Im Schwedischen kann eine Redewiedergabe z.B. durch lexikalische Mittel wie redeindizierende Verben oder durch Präpositionalphrasen sowie durch die sog. Tempustransposition angezeigt werden. Jedoch sind auch viele andere sprachliche Mittel zur Signalisierung von Redewiedergabe vorhanden.

In dem hier untersuchten Text, der schwedischen Übersetzung von Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt, besteht der Originaltext aus langen Passagen mit dem Referatkonjunktiv. Dies stellt den Übersetzer vor das Problem, in einer Sprache ohne den Referatkonjunktiv eine geeignete Entsprechung zur Redewiedergabe im Originaltext zu finden. Das Problem verschärft sich dadurch, dass das bei der Tempustransposition im Schwedischen vorhandene Präteritum auch in Erzählerkommentaren und in der erlebten Rede vorliegt, so dass nicht immer deutlich zwischen diesen Kategorien unterschieden werden kann. In solchen Problemfällen hat sich der Übersetzer verschiedener Übersetzungsstrategien bedient, die in der vorliegenden Arbeit näher diskutiert werden. (Less)
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publication status
published
subject
in
Moderna Språk
volume
113
issue
1
pages
80 - 106
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Lärarna i moderna språk
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  • scopus:85073950783
ISSN
2000-3560
language
German
LU publication?
yes
id
ab723a41-2711-43ea-8a57-f07cfc960ba9
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http://ojs.ub.gu.se/ojs/index.php/modernasprak/article/view/4396
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2018-09-26 14:34:31
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2020-01-13 00:57:37
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